Schneeball-Weltwirtschaftssystem

Hallo ihr Fremden oder Freunde ;-),
viel Zeit ist vergangen, seit ich hier in diesem Blog das letzte mal etwas geschrieben habe, weit mehr als ein halbes Jahr.

Und viel ist passiert seitdem, in meinem Leben und in der Welt und leider war nur wenig Erfreuliches dabei.

Die, die mich kennen wissen, was bei mir los war, darum muss ich das hier nicht erklären und das will ich auch nicht.
In diesem Blog sollen manche Dinge aus meinem Privatleben ja gerade nicht stehen.

Meine Pläne für eine berufliche Selbständigkeit muss ich daher leider erstmal zu den Akten legen.
Die kann ich unter den gegebenen Umständen nicht verwirklichen.
Ob nur vorläufig, oder für immer, das wird sich noch zeigen.

Und die gegenwärtigen Umstände sind ja nicht nur für mich unerfreulich sondern für die ganze Welt.

Ja und da es in diesem Blog ja ganz allgemein um die Zukunft gehen soll, nicht nur um meine sondern auch um mögliche zukünftige Katastrophenszenarien, heute also ein Armaggedon-Szenario zum Thema Weltwirtschaftscrash.


Weltwirtschaftscrash:

Daß wir eine Weltwirtschafskrise haben, darüber müssen wir ja schon gar nicht mehr diskutieren.

Stellt sich die Frage, ob daraus ein Weltwirtschaftscrash wird.

Da das ein sehr komplexes Thema ist, könnte man dazu sehr viel schreiben.

Ich will mich aber auf das Wesentliche beschränken.

Die Fakten:

1.In unserem kapitalistischen System wird Geld geliehen um entweder investieren oder konsumieren zu können.

2.Dieses Geld, 'arbeitet' aber nicht!
Arbeiten müssen die Menschen, die das geliehene Geld wieder zurückzahlen müssen!

3.Zurückgezahlt werden müssen außerdem zustätzlich die Zinsen auf das geliehene Geld, plus die Zinsen auf die Zinsen, also die Zinseszinsen. Auch dieses Geld muss erarbeitet werden.

4.Damit das Geld überhaupt zurückgezahlt werden kann, muss sich die Geldmenge im System ständig erhöhen, denn irgendwo müssen Zinsen und Zinseszinsen ja her kommen.
Diese ständige Geldmengensteigerung führt zu Inflation, also Geldentwertung.

5.Darum ist ein stetiges Wirtschaftswachstum nötig.
Nur dann ist es möglich, das für die Rückzahlung der Zinsen und Zinseszinsen nötige Kapital zu erwirtschaften.

6.Durch den sogenannten Zinseszinseffekt, also die Zinsen auf die Zinsen, steigt die Menge der zurückzuzahlenden Zinsen stetig, anfangs langsam später immer schneller, zum schluss explosionsartig an.

7.Das Wirtschaftswachstum kann abernicht ebenso schnell (exponentiell) wachsen, wie die stetig steigende Zinslast.
In einer begrenzten Welt kann es kein unbegrenztes Wachstum geben.

Und daraus folgt zwingend:
Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Zinslast so hoch ist, daß das Wirtschaftswachstum nicht mehr ausreicht um die Zinsen zurückzuzahlen.

Und die Folge ist: Bankrott!

Entweder der Staat oder die Mehrheit seiner Bürger oder beide gehen pleite.

Oder anders ausgedrückt:

Unser Wirtschaftssystem ist ein einziges, gigantisches Schneeball- oder Pyramidensystem!

Dabei wird das Geld beständig von den Vielen unten an die Wenigen oben umverteilt, über den Zins und Zinseszins.

Das funktioniert nur so lange, so lange immer neues Geld in's System nachgeschossen wird.

Bleibt der Nachschub irgendwann aus, bricht alles zusammen wie ein Kartenhaus!

Neues Geld, das bedeutet aber nur immer neue Kredite, denn so läuft die wundersame Geldvermehrung im Kapitalismus.
Neue Kredite das bedeutet aber immer mehr Zinsen und Zinseszinsen, die zurückgezahlt werden müssen, so lange bis das nicht mehr geht.

Und genau in der Situation sind wir gerade.

Weil viel zu viel Geld im System ist, mussten neue Schuldner gesucht werden, die Kredite aufnehmen, damit man mit deren Zinsen und Zinseszinsen das System weiter am laufen halten konnte.

Darum wurden Kredite an Menschen vergeben, die diese sich eigentlich gar nicht leisten konnten.

Das ist als ob man einen Ballon mit viel heisser Luft füllt.
Eine Weile geht das gut, aber wenn man ihn immer weiter aufbläst muss die Blase irgendwann zwangsläufig platzen.

Und dann merkt man, daß keine realen Werte dahinter stehen, sondern nur sehr viel heisse Luft.

Die Subprime-Krise in den USA mit den viel zu hohen Immobilienkrediten für wenig wertvolle Objekte war der Auslöser.

Und durch sie zeigt sich jetzt immer offensichtlicher, daß die ganze Weltwirtschaft auf sehr viel heisse Luft gebaut ist.

So weit der derzeitige Stand der Dinge.

Und wie geht es weiter?

Fakt ist:
Das Geld ist nicht weg, es hat nur jetzt ein Anderer.

Genauer gesagt die berühmten 'oberen Zehntausend'.

Die haben es zum größten Teil gut angelegt, in Grund und Boden, Gold, krisensicheren Unternehmen, Bodenschätze und andere Dinge, die jedenfalls langfristig wertvoll bleiben werden.

Wir dagegen, wir haben viele viele bunte Papierschnipsel, auch Geld genannt.

Und wir haben die Schulden, für die wir zahlen müssen.

Auch derjenige, der persönlich gar keine Schulden hat, zahlt bei allem was er kauft ungefähr 30 % an Zinsen an 'die oberern Zehntausend' mit.
Und jeder von uns zahlt einen beträchtlichen Teil seiner Steuern an dieselbe Gruppe.

Soweit nichts neues.
Das war schon so, als ich mich vor langem in meiner Schulzeit zum ersten mal mit dem Thema beschäftigt habe.

Nur sind wir jetzt an einem Punkt angekommen, wo so viel heisse Luft, Geld genannt, ohne dahinter stehende echte Werte im System ist, daß das Vertrauen in's System nachhaltig erschüttert und die Rückzahlung der Zinslast kaum mehr möglich ist.

Die Frage ist also:
Fliegt uns das System jetzt demnächst um die Ohren, oder doch erst später, oder gibt es doch noch eine Lösung?

Zum Stichwort Lösung kann ich leider nur sagen:
Ich sehe keine!

Ich wüsste beim besten Willen nicht, wie man einen Crash verhindern könnte.

Dazu müsste man unser Wirtschaftssystem grundsätzlich verändern - nein ich rede nicht von Kommunismus, davon halte ich nichts - aber selbst wenn der politische Wille dafür da wäre, wäre es zum jetzigen Zeitpunkt wohl längst zu spät dafür.

Und leider habe ich auch noch von keinem einzigen Experten auch nur irgend etwas gehört, was das Problem noch lösen und den Crash noch abwenden könnte.

Das Einzige was derzeit gemacht wird, ist noch mehr heisse Luft, sprich Geld in's System zu pumpen.
Das führt aber nur dazu, daß der Crash noch etwas hinausgeschoben wird. Dafür wird der Knall dann umso lauter sein, wenn es soweit ist.

Die Frage ist also eigentlich nicht mehr, ob es knallt, das ist wahrscheinlich unvermeidlich, sondern nur noch wann und wie schlimm es dann wird.

Wann es knallt, da wage ich keine Prognose. Ich bin keine Hellseherin.
Es könnte noch dieses Jahr sein, oder erst nächstes, vielleicht auch noch später.
Genausogut könnte es aber auch schon morgen soweit sein!

Bleibt die große Frage:
Wie schlimm wird es werden?

Das ist schwer zu beantworten.
Aber die Wahrscheinlichkeit ist leider hoch, daß es schlimm werden könnte.

Was also könnte passieren?

Das Erste was passieren könnte, wäre ein Zusammenbruch des Bankensystems.

Ein Großteil der Banken sind eigentlich pleite und werden nur durch die Garantien des Staates vor dem Bankrott geschützt.

Sobald die Menschen aber realisieren, daß ihr Geld weg ist, werden alle zur Bank laufen um zu retten, was noch zu retten ist.

Und in diesem Moment, wenn die sogenannte Geldillusion, die Illusion, daß Geld etwas wert ist, zusammenbricht, in dem Moment sind die Banken pleite!
Da hilft dann auch keine staatliche Bürgschaft mehr.

Spätestens danach werden wir eine ganz massive Wirtschaftskrise bekommen, wie wir, die wir nach dem Krieg geboren wurden, sie noch nicht erlebt haben.

Massenarbeit wird die Folge sein.

Dazu kommen dann mit sicherheit auch Versorgungsengpässe.

Und wenn die weltweite Finanzkrise erst einmal geplatzt ist müssen wir leider auch mit galoppierender Inflation bis hin zum Staatsbankrott und zu einer Währungsreform rechnen.

Vielleicht denkt ihr jetzt ich wäre viel zu pessimistisch.

Vielleicht bin ich das ja.
Aber, wer hätte vor einem Jahr gedacht, daß heute General Motors, das ehemals größte Unternehmen der Welt faktisch pleite sein würde?
Wer hätte vor einem Jahr gedacht, daß Banke hunderte Milliarden Euro an Hilfe brauchen würden um nicht zusammenzubrechen?
Wer hätte vor einem Jahr gedacht, daß Länder wie Island und andere praktisch bankrott sind und viele andere kurz davor stehen?
Wer hätte vor einem Jahr gedacht, daß die Politik tausende von Milliarden von Euros aufwenden muss um einen Wirtschaftscrash abzuwenden?

Ja vielleicht bin ich ja zu pessimistisch, aber ich fürchte eher nicht :-(.

Daher meine folgende Bewertung der derzeitigen Krise:

ARMAGGEDON-FAKTOR (möglicher Schaden):
Groß bis sehr groß!

Es wird nicht das Ende der Welt sein und hoffentlich auch nicht 'der Untergang des Abendlandes'.

Aber auch im besten Fall wird es sehr sehr unschön werden.

Wir werden mit einigen schweren Jahren rechnen müssen.

Und im schlimmsten Fall könnte sogar unsere Zivilisation auf Dauer zusammenbrechen.
Aber so schlimm wird es hoffentlich nicht kommen!


WAHRSCHEINLICHKEIT: Hoch bis sehr hoch!

Wie geschildert sehe ich leider gar keine Möglichkeit, wie wir noch um einen Crash herumkommen könnten.

Ich mag mich irren, darum die eher vorsichtige Bewertung, aber da wirklich niemand eine Lösung für diese Krise zu haben scheint, liege ich wohl leider richtig.


RISIKO: Hoch bis sehr hoch

Da sowohl der mögliche Schaden als auch die Eintrittswahrscheinlichkeit hoch bis sehr hoch sind, ist es das Risiko eben auch.


FAZIT:
Die Krise ist schon da, der Weltwirtschaftscrash wahrscheinlich.
Das Risiko, daß dieses Szenario real wird und wir mächtig in der Tinte sitzen ist also leider hoch.

Und die Konsequenz ist:
Wir sollten jetzt etwas tun, so lange noch Zeit ist dafür.

Was kann man tun?

Kurzfristig sehe ich vor allem die Gefahr, daß wir jederzeit einen Zusammenbruch des Bankensystems bekommen könnten.

Das heisst, daß wir dann nicht mehr an unser Geld kommen würden.

Für den Fall solltet ihr zumindest eine gewisse Geldreserve zuhause haben.

Ich hätte auch nicht gedacht, daß ich das jemals sagen würde, aber unter eurer Matratze ist euer Geld inzwischen wohl tatsächlich sicherer als auf der Bank!

Falls ihr größere Vermögenswerte habt, solltet ihr zusehen, daß ihr das schnellstmöglich so Krisensicher wie möglich anlegt!
Und die meissten Anlageformen sind leider nicht Krisensicher, auch keine Staatsanleihen!

Tipps dazu will ich hier keine geben.
Da ich keine großen Vermögenswerte habe, habe ich mich damit nicht intensiver beschäftigt.
Wen es interessiert, bei Amazon beispielsweise gibt es etliche Bücher zum Thema krisensichere Geldanlage.

Das ist also das akuteste Problem.

Mittelfristig ist vor allem auch die Inflation ein großes Problem.

Denn der einzige Ausweg aus dieser Krise ist, daß die viele heisse Luft, sprich das viel zu viele Geld im System 'verbrannt' wird, also entwertet.

Danach kann das Spiel wieder von vorne losgehen bis zum nächsten Crash.

Das heisst, in einigen Jahren wird man unser heutiges Geld wahrscheinlich nur noch als Spielgeld verwenden können.

Die Konsequenz ist klar:
Sachwerte schlagen Geldwerte!

Nur Dinge hinter denen ein realer Wert steht, werden auch in Zukunft noch etwas wert sein.
Alle Formen von 'buntem bedruckten Papier' wird dann nur noch genau das sein.

Und zuletzt:
Wenn dieser Crash kommt, dann werden wir wie schon gesagt auch mit Versorgungsengpässen rechnen müssen.

Darum fragt euch:
*Was macht ihr, wenn morgens kein Wasser aus dem Wasserhahn kommt?
*Was macht ihr, wenn es tagelange Stromausfälle gibt?
*Was macht ihr, wenn es kein Heizöl, Benzin oder Gas gibt?
*Was macht ihr, wenn die Geschäfte geschlossen oder leergekauft sind?

Ich kann euch daher nur den dringenden Rat geben:

Sorgt soweit möglich für diese Fälle vor!

Ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränke für mindestens (!) ein paar Wochen ist dringend zu empfehlen!

Wenn ihr mit Öl heizt, dann macht jetzt den Tank voll, wenn ihr die Möglichkeit habt auch mit Holz zu heizen, dann legt euch jetzt einen Vorrat an.

Licht kann man sich im Notfall mit Kurbellampen 'von Hand' machen.

Wichtig wäre auch ein Vorrat von Medikamenten die ihr immer braucht.

Und so weiter.

Ich empfehle euch folgende Webseite:

Krisenvorsorge

Ich empfehle euch, dort (rechts) das Buch des Seitenbetreibers kostenlos (!) downzuladen.

Auch sehr lesenswert sind die Blogbeiträge (ebenfalls rechts).
Dort findet ihr täglich neue Beiträge zur aktuellen Krise.

Und schaut euch die Links unten auf der Seite an

Dort kommt ihr auch zum Shop - nein ich bekomme für den Hinweise keine Prozente ;-) - wo es allerhand nützliches für den Fall der Fälle gibt.

Soviel von mir zu diesem Thema.

Vielleicht sehe ich ja zu schwarz. Ich hoffe es!

Aber ich fürchte nicht.

Und ich möchte von so einer großen Krise nicht kalt erwischt werden.
Darum bereite ich mich im Rahmen meiner leider recht begrenzten Möglichkeiten darauf vor.

Und ich kann euch nur empfehlen dasselbe zu tun, jetzt solange noch Zeit dafür ist!

Denn wenn der Crash kommt, dann wird es dafür zu spät sein.

Grüße von
Lady Chatterling
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